Was bisher geschah… (II.) Donnerstag, Jul 22 2010 


Ich dachte darüber nach, befragte Freunde, befragte mich selbst und kam zu dem Schluss, ihm die Chance auf persönliche Erklärung zu geben. Er kam in meine Stadt, wir saßen einige Stunden zusammen, er beantwortete jede Frage die ich hatte und wurde anschließend wieder nach Hause geschickt.
Ich erbat mir Zeit. Ich wollte es ihm, wenn überhaupt, nicht so einfach machen.
In der folgenden Zeit baute sich, durch ihn forciert, wieder Kontakt auf, ich machte mit, stellte ihn auf die ein oder andere Probe, um letztlich einen weiteren Versuch zu starten.

Wir verbrachten ziemlich schnell ziemlich viel Zeit miteinander und wurden für Außenstehende zu diesen fürchterlichen Frisch-Verliebten, die sich dauernd anfassten, anschmachteten, kicherten, das volle Programm eben.
Der Beziehungsmittelpunkt verlegte sich in seine Stadt, seinen Freundeskreis (den ich ja bereits kannte), sein Umfeld. Nach wenigen Tagen schon lernte ich seine Mama/Familie kennen, er die Meine, und auch sonst wurde alles plötzlich ganz offen und ohne Berührungsängste gehandhabt. Wir buchten Urlaub, machten Pläne, was man eben so tut wenn man verknallt ist. Alles war einfach super.

Dazu, die Kinder- und Zukunftsfrage zu besprechen, kamen wir allerdings noch nicht. Das wäre sicherlich auch noch eine ganze Weile so geblieben, wenn nicht eines Tages… hm… das mit den Tagen nicht so gewesen wäre wie das eigentlich sein hätte sein sollen. Eigentlich (oh wie ich das Wort seit zwei Wochen hasse) hätte „nichts passiert“ sein dürfen, Mutter Natur jedoch hatte aber offenbar Größeres mit mir vor.
In aller Deutlichkeit heißt das: Ich bin schwanger.

Sagen wirs mal so: Wir waren beide wenig begeistert. Der Zeitpunkt ist der denkbar Ungünstigste den man sich vorstellen kann, und aufgrund dessen gab es viele Tränen, viele durchredete Tage und Nächte, Gedanken, schlimmes Schweigen und die ganze Palette von Emotionen, die mit so einer Nachricht einhergehen.
Das Unangenehmste an der ganzen Sache jedoch ist die Erkenntnis, daß er keine Kinder will. Nie welche wollte. Dass das schon immer seine Einstellung war, und aus diesem Grund auch schon Beziehungen scheiterten.
Was an der Tatsache ja nun nichts ändert.

Und um es mal dezent auszudrücken: die Tatsache daß es für mich keinen „PlanB“ in dieser Sache gibt hat ihn ganz schön aus der Bahn geworfen. Um genau zu sein hat er mein Haus vor ein paar Tagen auf dem Höchststand der schlechten Stimmung verlassen, und es sieht nicht so aus als würde mit einer weißen Fahne wieder kommen.

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Was bisher geschah… (I.) Montag, Jul 19 2010 

… oder wie sich ein Leben ganz schnell ändern, ändern […] und wieder ändern kann.

Vor einem Jahr lernte ich jemanden kennen. Beziehungsweise ich sprach erstmals mit diesem Menschen, den ich zuvor nur „vom sehen her“ kannte.
Er steckte damals in einer langjährigen Beziehung, ich war gerade wieder Single.

In Kurzfassung: Es folgten unzählige Emails, sms und auch einige wenige Dates. Ich werde entsprechende Posts an dieser Stelle nicht verlinken, aber die meisten Leser werden wissen was wo zuzuordnen ist.
Ich überlebte einen einsamen Geburtstag mitHilfe eines Blumenkurriers, ich überlebte irgendwie Weihnachten mitHilfe 6 Staffeln SATC und konnte schließlich Sylvester mit ihm als „freien Mann“ feiern.
Kurz darauf begannen wir eine Beziehung, die trotz fehlender Notwendigkeit irgendwie „geheim“ blieb. Aus Rücksicht auf die Ex, früheren Freundeskreis, schockierte Eltern etc.pp. Unser Leben und die Beziehung fand in meinem Umfeld, Freundeskreis, Wohnort und in Kurzurlauben statt. Wir sprechen von einer Wochenendbeziehung über ca. 80 km.

Vermutlich aus oben genannten Geheimhaltungsgründen, wegen fehlender Abnabelung vom alten Leben und sicherlich diversen anderen Gründen ging die Beziehung zu Bruch, und zwar drei Wochen nach einer Knie-Operation, die mich einige Wochen an Krücken fesselte.
Da das Schlussmachen seinerseits, sagen wir mal, nicht wirklich klar und deutlich formuliert war, eher verzweifelt, probierte ich kurze Zeit darauf mein Glück mit einem Brief an ihn, mit deutlichen Worten was meinen Standpunkt betraf.
Zurück kam ebenfalls ein Brief, mit ansatzweise deutlichen Worten, was seinen Zustand betraf.
Darauf hin folgten wieder Emails und sms, in Form von Annäherung, sowie schließlich ein weiteres gemeinsames Wochenende, welches sehr romantisch, jedoch befangen war und darin gipfelte, daß er Sonntag abend keine Neuigkeiten was unseren Status betraf, hatte. Aus diesem Grund zog ich an diesem Punkt meine Konsequenz, bat ihn zu gehen und sich auch künftig nicht mehr zu melden solange er nicht wirklich bahnbrechende News für mich hätte und wünscht ihm Glück für den Fall, daß dies passieren würde. Ich ging nicht davon aus.
Ich hielt mich selbstverständlich auch selbst an diese  Kontaktsperre.

Es folgten einige harte Wochen, wie das halt so ist mit Liebeskummer, jeder ist immer wieder der Allerschlimmste den man je hatte (ich glaube übrigens das liegt am Alter), belastete meine Freunde, Familie und Kollegen, litt laut und leise und irgendwann – ganz plötzlich – kam der Tag an dem ich wieder Spaß daran hatte, aufzustehen. Morgens in hübsche Klamotten zu springen, Urlaub zu planen, lustige Dinge zu unternehmen, Spontanausflüge. Ich dachte nach wie vor an ihn, das muss ich wohl zugeben, denn er hats mir wirklich angetan, aber ich war wieder „lebensfähig“ und meine allgemeine wirklich sonnige und positive Lebenseinstellung hat sich wieder durchgesetzt.

Und da Männer sowas offenbar riechen passierte just zu dieser Zeit das was offenbar passieren musste: Es landete ein weiterer, handgeschriebener Brief in meinem Kasten. Whow. Da musste ich erst mal schlucken, denn derartig deutliche, offene und erklärende Worte über Gefühlszustände habe ich selten gelesen.
Was der Tenor war kann der Leser sich denken: Er vermisst mich, er will mich, für immer und in allen Lebenslagen undsoweiterundsofort.
Der Brief kam zu spät dafür, daß ich jubelnd und springend durch meine Wohnung gerannt wäre, aber er kam noch rechtzeitig um mich dazu zu bewegen, wenigstens drüber nachzudenken.

Den Kopf einziehen Donnerstag, Jun 17 2010 

Geht es bloß mir so, daß ich, wenn ich durch mein Tiefgaragentor fahre automatisch den Kopf einziehe?
Also quasi IM Auto. Wohlwissend, daß theoretisch erstmal mein Dach futsch wäre wenn das Dingens schneller zu oder langsamer aufgehen würde als ich es einschätze. Komisch, der Mensch.

Nochmals zum Lotto. Montag, Mrz 29 2010 

Vor ein paar Tagen postete ich die Frage, ob es tatsächlich Leute gebe, die zweimal so richtig im Lotto gewonnen haben.
Der Impuls dazu kam, anders als man vermuten möchte, von einem meiner aktuell behandelnden Ärzte, welcher mich in meiner Situation mit dem oben genannten Vergleich zu trösten versuchte.

Ich möchte das mal irgendwie loswerden. Also quasi die Frage nochmals in den Raum stellen, aber mit der Zusatzinfo, daß der Gewinn in dem Fall gleichzustellen ist mit einem Ereignis, was nicht zwingend als Gewinn empfunden werden muss.

Vor einigen Jahren begab es sich, daß ich Part einer festen Beziehung war, welche zu diesem Zeitpunkt ungefähr vier Jahre andauerte, was im Prinzip aber unerheblich ist. Jedenfalls war ich eines schönen Tages mit dem Partner auf der Piste und es kam zu einem Unfall, der zur Folge hatte dass ich kurz darauf bereits unter dem Messer lag und auf geschätzte zehn Wochen mit sehr eingeschränkter Fortbewegung schaute. Zustand also wehrlos, unbefriedigend und defintiv auf Hilfe angewiesen um zu Überleben. Und dann, gut drei Wochen nach der damaligen OP entschied sich mein damaliger Partner, sein Leben fortan nicht mit mir weiter führen zu wollen. Trennung deluxe.
(Natürlich war nicht mein Zustand der Trennungsgrund, das ist ja wohl klar, aber die Gründe an sich sind in diesem Fall eh irrelevant – ich will auf den gewählten Zeitpunkt hinaus.)

Vor wenigen Wochen begab es sich nun, daß ich Part einer frisch entstandenden Beziehung war, deren Dauer ebenfalls unerheblich ist. Auch mit diesem Partner war ich eines schönen Tages auf der Piste, und kaum drei Stunden nach der ersten Liftfahrt machte es *pling* und es war klar, daß ich nach Rückkunft erneut auf ein paar Wochen „Gehen mit vier Beinen“ schauen werde. Diesmal nicht als Notfall sondern geplant und erst sechs Wochen nach dem Zwischenfall, aber der zu erwartende (und stattfindende) Zustand: siehe oben. Die OP hat ja die werte Leserschaft mitbekommen, und knapp drei Wochen nach derselben entschied sich mein Partner vergangene Woche, mit mitzuteilen daß er nun doch nicht ääähhhh… Ihr wisst schon.

Das ist jetzt alles vielleicht ein bißchen entemotionalisiert dargestellt, und einige weitere, sich wiederholende Details sind auch unter den Tisch gefallen, aber das muss reichen.

Und ungeachtet dessen daß mir so ein ver****** Scheiß ein zweites Mal passierte frag ich nochmals in die Runde: Gibts das – Leute die zweimal im Lotto gewinnen?

Und Herr Lord: Ich spiel nimmer mit!!! Zumindest vorerst.

Klar dass mir das passiert. Mittwoch, Mrz 24 2010 

Also das ist mal wieder typisch.
Für die Krankengymnastik und Arzttermine habe ich so Höschen mit viel Stoff. So Pantydinger. Man muss ja da meistens die Hose lassen und da ist das einfach züchtiger und überhaupt wenn da um den Hintern alles fein bedeckt ist.
Diese Schlüpper krame ich dann an solchen Termintagen raus und trage sie.
Normalerweise, also sonst so, trage ich allerdings Strings. Alte Gewohnheit.
Und heute morgen vergaß ich, daß ich heute nachmittag noch einen Termin beim Herrn Krankengymnasten haben würde, den ich direkt nach der Arbeit wahrnehmen musste. Aber, dachte ich mir, seis drum, ich sitze ja da eh auf meinen fünf Buchstaben wenn der gute an meinem Knie arbeitet – genauso, wie es die letzten zehn Termine auch war.
Aber das Gesetz des Zufalls wollte es anders.

Bereits nach fünf Minuten höre ich „drehen Sie sich mal bitte auf den Bauch, ich muss mal an die Kniekehle“. Pling.

Rot. Übrigens. Nicht der Krankengymnast. Waaaaaaahhhh.

erstaunt… Freitag, Feb 5 2010 

Ich habe soeben bei unseren Freunden der Agentur für Arbeit tatsächlich eine ausgesprochen hilfsbereite Dame an der Leitung gehabt. Sie konnte zwar mein Anliegen selbst nicht bearbeiten, aber sie hat es trotzdem geschafft daß ich zufrieden den Hörer auflegte. (Der Eine oder Andere weiß vielleicht wie das ist wenn man auf einen Rückruf von „denen“ angewiesen ist „innerhalb 24 Stunden“….)

Man glaubt ja kaum wie man da schon als Arbeitgeber manchmal behandelt und vertröstet wird, da möchte ich wirklich nicht wissen wie das als Möchtegernarbeitnehmer ist.

Jedenfalls, heute, seit langem, Daumen hoch!

Phänomenale Idee Mittwoch, Dez 30 2009 

Das findet die Frau Quadratmeter. Sie hat nämlich bei der Blogpuppe das Geheimnis der Horoskope gelüftet und direkt ein Stöckchen draus gemacht. Dann nehm ich das auch mal in die Hand mit dem 2010 und darf folgende mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eintretenden Vorhersagen veröffentlichen.

Gesundheit
Hören Sie zuerst mal mit der Qualmerei auf, dann wird das mit der Ausdauer auch wieder besser. Und vor allem Ihre Haut wird es Ihnen danken.
Ansonsten machen Sie sich bitte nicht jetzt schon in die Hose wegen der Knie-OP im März, Sie haben das doch alles schon mal durch. Deshalb wird die Heilung diesmal auch viel schneller gehen. Ein bißchen Vernunft jedoch sollten Sie diesmal walten lassen, sich drei Tage nach dem Schnitt ins Büro kutschieren zu lassen ist kontraproduktiv.
Wenn Sie es mit Gin & Co nach den Feiertagen wieder etwas langsamer angehen lassen wird keine keine weiteren besonderen Vorkommnisse und keinen Gebrauch der BKK-Karte geben.

Liebe
Die Liebe steht schon bereit und wird Ihnen ungefähr in der Sylvesternacht auf 2010 in die Äuglein blicken. Seien Sie geduldig mit der Guten, es wird sich für Sie und Ihren Traummann lohnen.
Der Frühling wird seinen Job zuverlässig erledigen und Ihnen glücklich tanzende Schmetterlinge im Bauch bescheren.
Gegen Mitte des Jahres werden Sie gemeinsam mit Schnucki einen hervorragenden Sommer verleben, der anschließend direkt in einen goldenen, verliebten Herbst übergeht.
Gegen Ende des Jahres wird der Winter kommen, und das beste wird sein, Sie machen es sich mit Ihrem Schatz auf der Couch kuschelig.
Machen Sie sich nicht gar so schwer wenn er Sie auf Händen tragen will.

Job
Sie werden Ihren süßen Hintern schön brav in Ihrem geräumigen Südseitenbüro sitzen lassen, da ist es nämlich schön, und Ihr Hirn wie gehabt zum Mitdenken einladen. Sie werden wegen Ihrer spontanen und mitunter querdenkenden Art weiterhin um Ihre Meinung gefragt und regelmäßig zu spontanen Sitzungen eingeladen werden, da Sie unter anderem ganz toll Protokolle tippen können. Gegen Ende des Jahres werden neben einer Gehaltserhöhung (natürlich!) noch andere Goodies auf Sie warten. Schlagen Sie zu wenn Ihnen Seminare oder Schulungen angeboten werden, das ist gut für die persönliche Entwicklung und hat nebendem ausgesprochen schöpfbares Blogpotential.

Geld
Das liebe Geld. Sie als Phaenomenin hatten schon immer einen Hang zu schönen Dingen. Ihr Traumauto haben Sie jedoch bereits, also lassen Sie die Finger von Anschaffungen in Mobilienwert. Halten Sie die Kohle ein bißchen zusammen dann wird es in ein paar Jahren für ein Eigenheim reichen.
Dennoch sollte Sie nichts und niemand davon abhalten, auf die einzelnen Monate verteilt immermal nach einem schönen Kleidchen, sexy Schuhen oder ausgesprochen sinnvollen Handtaschen Ausschau zu halten. Dafür wird es auf jeden Fall reichen.

Körper
Gleich zu Anfang des Jahres sollten Sie sehen, dass Sie Ihr Körperbewusstsein durch Verlust der überflüssigen vier (!) Feiertagskilos wieder finden. Das ist auch wichtig für die vielen schönen Klamotten in Ihrem Schrank. Ansonsten werden Sie gute Freunde sein, Sie und Ihr Körper.

Sport
Auch wenn Sie durch Ihren neuen Freund (siehe >> Liebe) dem Matratzensport sehr zugetan sein werden lassen Sie sich sagen: Das reicht nicht. Also vereinbaren Sie regelmäßig Dates mit Ihrem Laufsensor im Schuh und lassen Sie den Guten so richtig schwitzen. Die Sterne werden das beaufsichtigen, da Sie ihrer bevorzugten Laufzeit spätabends treu bleiben.

Reisen
In den Sternen ist deutlich eine schöne Reise auf einen anderen Kontinent zu sehen. Süden. Oder Westen. Oder beides. Honululu würde gut zu Ihnen passen. Oder Isla Margarita. Oder so. Machen Sie nur. Ihr Schatz wird von dem Vorschlag begeistert sein.

Allgemein
Sie sollten im Laufe des gesamten Jahres ein Auge auf Ihre Schwester behalten. Aber das tun Sie ja eh. Weiterhin ist möglicherweise ein Umzug sichtbar. Wollten Sie nicht in diese Stadt… sie wissen schon? Seien Sie mutig!
Ansonsten hören Sie bitte stetig auf Ihr Herz und Ihren Bauch und machen sich Ihr Leben wie es Ihnen gefällt. Los Los!

Beweis Samstag, Dez 5 2009 

Frau SSL wünscht ein Bild der Dinge die meine Waschmaschine ausspuckt.

Bitte.

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